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Material

Porzellan, Steingut, Bone China

Drei Materialien, die im Laden ähnlich aussehen und sich im Alltag sehr verschieden verhalten.

Alle drei bestehen aus Ton und Mineralien, alle drei werden glasiert und gebrannt. Der Unterschied liegt in der Rezeptur und vor allem in der Temperatur. Sie entscheidet darüber, wie dicht, hart und schwer ein Teller wird — und damit, wie er sich nach fünf Jahren im Gebrauch zeigt.

Der Überblick

EigenschaftSteingutHartporzellanBone China
Brenntemperaturca. 1'100 °Cca. 1'400 °Cca. 1'250 °C
Scherbenporösdicht, glasartigdicht, durchscheinend
Kantenfestigkeitgeringhochhoch
Gewichtschwermittelleicht
Spülmaschinemeist jajameist ja
Typischer Einsatzrustikaler TischAlltag, Gastronomiefestlicher Tisch

HinweisRichtwerte. Einzelne Hersteller weichen ab.

Steingut: warm, aber empfindlich

Steingut wird bei vergleichsweise niedriger Temperatur gebrannt. Der Scherben bleibt porös; erst die Glasur macht ihn dicht. Wird die Glasur an der Kante beschädigt, kann Wasser eindringen. Steingut wirkt deshalb oft wärmer und handwerklicher — ist aber anfälliger für Abplatzer.

Hartporzellan: der Alltag

Bei rund 1'400 °C sintern die Bestandteile zu einem dichten, fast glasartigen Material. Hartporzellan ist kantenfest, kratzbeständig und nimmt keine Gerüche an. Deshalb wird es in Hotels und Restaurants verwendet, wo ein Teller hunderte Spülgänge überstehen muss. Unsere drei Serien sind aus Hartporzellan.

Angerichteter Teller im Restaurant
In der Gastronomie zählt Kantenfestigkeit mehr als Leichtigkeit.

Bone China: fein und festlich

Bone China enthält Knochenasche. Das macht es besonders weiss, leicht und an dünnen Stellen durchscheinend. Es ist überraschend bruchfest, aber deutlich teurer und wird vor allem für festliche Tafeln gewählt.

Für einen Tisch, der jeden Tag gedeckt wird, ist Hartporzellan die ehrlichste Wahl.

Woran Sie gutes Porzellan erkennen

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